31.03.2026
Am Dienstag, den 24.03.2026, fand die Wehrführerdienstversammlung des Amtes Hüttener Berge in der Gaststätte „Alter Bahnhof“ in Ascheffel statt. Amtswehrführer Frank Schröder begrüßte hierzu die anwesenden Kameradinnen und Kameraden. Ebenfalls folgten die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der amtsangehörigen Gemeinden, Vertreter der Amtsverwaltung sowie der Amtsdirektor der Einladung.
Im Rahmen der Versammlung stellte Amtswehrführer Frank Schröder den Jahresbericht für das Jahr 2025 vor. Insgesamt wurden die Feuerwehren des Amtes zu 159 Einsätzen alarmiert, davon erfolgten 82 Alarmierungen zur nachbarlichen Löschhilfe. Das Einsatzgeschehen zeigte erneut die große Bandbreite der Aufgaben.
Im Bereich der Brandeinsätze wurden ein Entstehungsbrand, 18 Kleinbrände der Kategorie A, 8 Kleinbrände der Kategorie B, 4 Mittelbrände, 2 Großbrände, 4 Fahrzeugbrände sowie ein Schornsteinbrand verzeichnet.
Einen wesentlichen Anteil nahm die Technische Hilfeleistung ein. Hierzu zählten 26 Einsätze „Mensch in Not“, 23 Einsätze infolge von Wetterschäden, 15 Ölspuren, 5 sonstige technische Hilfeleistungen, ein Gefahrguteinsatz sowie zwei Einsätze aufgrund von Umweltschäden.
Im Rahmen des Feuerwehr Life Support wurden 9 Notfalleinsätze mit Notarzt sowie ein Einsatz ohne Notarzt durchgeführt.
Weitere Einsätze entfielen auf Brandmeldeanlagen und Fehlalarme. Hier wurden 11 Einsätze durch Brandmeldeanlagen, 15 Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen, 8 sonstige Fehlalarme sowie 3 blinde Alarme verzeichnet. Zusätzlich wurden drei Sicherheitswachen gestellt.
Bei den Einsätzen konnten insgesamt 28 Personen gerettet werden. 12 Personen wurden verletzt, für 6 Personen kam jede Hilfe zu spät.
In seinem Bericht hob der Amtswehrführer hervor, dass die Anforderungen an die Feuerwehren stetig steigen. Neben der klassischen Brandbekämpfung gewinnen insbesondere technische Hilfeleistungen, medizinische Erstversorgung sowie Einsätze durch automatische Brandmeldeanlagen zunehmend an Bedeutung.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Aus- und Fortbildung. Auch im Jahr 2025 wurden zahlreiche Lehrgänge auf Amts-, Kreis- und Landesebene besucht. Unter anderem nahmen 33 Kameradinnen und Kameraden an der Truppmannausbildung Teil I, 26 an Teil II, 35 an der Truppführerausbildung sowie 57 an Erste-Hilfe-Grundlehrgängen teil. Weitere Ausbildungsmaßnahmen umfassten unter anderem Motorsägenlehrgänge, Technische Hilfeleistung, Gruppenführung, digitalen Sprechfunk sowie Übungen im Brandübungscontainer. Zudem konnten 9 neue Atemschutzgeräteträger ausgebildet werden. Ergänzend wurden verschiedene Spezial- und Führungslehrgänge besucht.
Ein besonderer Dank wurde allen Ausbilderinnen und Ausbildern sowie den stellvertretenden Amtswehrführern Stefan Siewe und Kim Steinecke für ihr Engagement in der Ausbildung ausgesprochen.
Im Bereich der Brandschutzerziehung und -aufklärung wurden im Jahr 2025 insgesamt 18 Veranstaltungen durchgeführt. Dabei konnten 596 Kinder sowie 128 Betreuungspersonen erreicht werden. Der Gesamtaufwand betrug rund 235 Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Die Veranstaltungen fanden überwiegend in Kindergärten, Schulen und sozialen Einrichtungen statt. Ein besonderer Dank galt Oliver Matthaes und seinem Team.
Die Jugendfeuerwehren im Amt Hüttener Berge leisten weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsgewinnung. In den drei Jugendfeuerwehren Am Wittensee, Hüttener Berge sowie Owschlag–Norby–Brekendorf engagieren sich derzeit 145 Jugendliche, davon 37 weiblich und 108 männlich.
Kreiswehrführer Mathias Schütte überbrachte die Grüße des Kreisfeuerwehrverbandes und dankte für die geleistete Arbeit. Er informierte unter anderem über die geplante Anschaffung eines neuen Brandübungscontainers sowie die angespannte Situation an der Landesfeuerwehrschule in Harrislee. Zudem wurde auf den Personalbedarf in der Technischen Einsatzleitung (TEL) sowie im Löschzug Gefahrgut hingewiesen. Im Rahmen der Versammlung wurden Sven Volkmann und Andre Koberg zum Brandmeister sowie Kevin Langbehn und Dennis Haß zum Oberlöschmeister befördert.
Amtsdirektor Andreas Betz dankte den Feuerwehren für ihren Einsatz und hob die gute Zusammenarbeit hervor. Die kürzlich durchgeführte Übung der Abschnittsführungsstellen in der Amtsverwaltung wurde insgesamt als erfolgreich bewertet. Optimierungspotenziale sollen gemeinsam aufgearbeitet werden.
Abschließend wurde deutlich, dass das Jahr 2025 durch zahlreiche Einsätze, Ausbildungen und Veranstaltungen geprägt war. Die Feuerwehren des Amtes Hüttener Berge sind leistungsfähig und gut aufgestellt. Der Dank gilt allen Kameradinnen und Kameraden, den Jugendfeuerwehren, den Ehrenabteilungen sowie allen Unterstützern aus Verwaltung, Politik und befreundeten Organisationen.
Die zukünftigen Herausforderungen erfordern weiterhin eine konsequente Ausbildung, eine funktionierende Zusammenarbeit sowie eine aktive Nachwuchsgewinnung.
Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr