02.03.2026
Ausbildungstag „Unfälle mit landwirtschaftlichen Maschinen“ der TH-Wehren im Kreis Rendsburg-Eckernförde
Am vergangenen Samstag (28.02.2026) hieß es für zahlreiche Kameradinnen und Kameraden der Technischen-Hilfeleistungs-Wehren im Kreisgebiet: aufmerksam sein und praxisnah üben. Der Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde hatte für die 14 TH-Wehren einen Ausbildungstag zum Thema „Unfälle mit landwirtschaftlichen Maschinen“ organisiert.
Nach einer theoretischen Einführung und einem gemeinsamen Frühstück starteten die Teilnehmenden gut vorbereitet in den praktischen Teil. Hierzu wurden sie in drei Gruppen aufgeteilt, die nacheinander verschiedene Stationen durchliefen.
Station 1: Technik eines Mähdreschers
An der ersten Station vermittelten Lars Harder und Christian Koep wichtige Grundlagen zur Technik eines Mähdreschers. Neben dem Aufbau und den Funktionsweisen standen insbesondere sicherheitsrelevante Einrichtungen im Fokus. Ziel war es, Gefahrenquellen frühzeitig zu erkennen und die richtigen Maßnahmen für einen sicheren Einsatzablauf zu treffen.
Station 2: Person unter Mähdrescher eingeklemmt
Eine anspruchsvolle, aber lösbare Aufgabe erwartete die Einsatzkräfte an Station 2: Eine Person war unter einem Mähdrescher eingeklemmt. Unter der Leitung von Marco Weber, Henning Edler (Technische Hilfeleistung Westküste) und Michael Baarth wurde das Szenario Schritt für Schritt abgearbeitet.
Der Mähdrescher musste zunächst umfassend gesichert werden. Mithilfe von Palhölzern und Hebekissen wurde das Fahrzeug angehoben und stabilisiert, sodass die eingeklemmte Person schließlich patientenschonend befreit und an den Rettungsdienst übergeben werden konnte. Dabei wurde jeder Handgriff besprochen und praktisch erprobt.
Station 3: Verkehrsunfall zwischen Schlepper und PKW
Besonders arbeitsintensiv gestaltete sich das dritte Szenario, das von Andreas Schölz und Jan Reicher begleitet wurde. Angenommen wurde ein Frontalzusammenstoß zwischen einem landwirtschaftlichen Schlepper mit Pflug und einem PKW. Der PKW-Fahrer war eingeklemmt und musste mit schwerem hydraulischem Rettungsgerät befreit werden.
Gleichzeitig galt es, auch den Schlepper samt angebautem Pflug umfassend zu sichern, um weitere Gefahren für Einsatzkräfte und Verletzte auszuschließen. Hier zeigte sich deutlich, wie wichtig ein koordiniertes und umsichtiges Vorgehen bei komplexen Einsatzlagen ist.
Starke Zusammenarbeit für mehr Sicherheit
Der Ausbildungstag bot allen Beteiligten die Möglichkeit, ihr Wissen zu vertiefen, Abläufe zu trainieren und neue Erkenntnisse mit in die eigenen Wehren zu nehmen. Besonders wertvoll war dabei auch die enge Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst.
Ein herzlicher Dank gilt der Firma Ehrich aus Rendsburg, der DEULA Rendsburg für die Unterstützung sowie der RKiSH, die mit zwei Rettungswagenbesatzungen und zwei Rettungswagen vor Ort war. So konnte die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst realitätsnah trainiert und weiter gestärkt werden.
Insgesamt war es ein rundum gelungener Ausbildungstag, der einmal mehr zeigte, wie wichtig regelmäßige, praxisorientierte Fortbildung für die Sicherheit aller Beteiligten ist.